between the lines

op. 93, 2021

für Zither Solo
Dauer: 5 min.

Auftragskomposition des 9. Internationalen Wettbewerbs für Zither solo, Kategorie Nachwuchsförderpreis I (Pflichtstück). Der Kompositionsauftrag wurde finanziell von der Ernst von Siemens-Musikstiftung unterstützt.

Uraufführung am 26.2.2022 von dem Wettbewerb-Teilnehmer und das Preisträgerkonzert am 27.2. in München

Werknotiz

between the lines ist als Auftrag für den 9. Internationalen Wettbewerb für Zither solo, entstanden. Der Solist ist hierbei gleich mit zwei musikalischen Aufgaben beschäftigt: das Instrument zu spielen und abwechselnd zu singen.

Am Anfang des Stückes, bis ca. Takt 30, soll deutlich eine Klangbeziehung zwischen dem Instrument und der Stimme des Interpreten entstehen, um eine konzentrierte und kompakte Klangebene zwischen Händen und Stimme zu schaffen. Es soll der Eindruck entstehen, dass das Singen eine Reaktion des Spielers auf sein Spielen ist, als ob er in beide Aktionen zusammen eine klangliche Koexistenz sucht, um eine bestimmte, ausgleichende Atmosphäre zu schaffen, eine Brücke für einen harmonischen Ausgleich zwischen mit Spielen mit den Händen Spielen und mit der Stimme.

Dieser Teil spielt zugleich die Rolle eines Prologues für den Tanz, der ab Takt 41 startet und der immer mehr eine entfernte Erinnerung an einen Renaissance-Tanz erzeugt. Am Ende des Tanzes wird eine kleine Kadenz gespielt, die der Interpret frei gestalten kann und die in einer explosiven Stimmung endet. Gleich danach, ab Takt 88, wird der Schluss vorbereitet, um das Stück in eine „Außer Atem“-Situation zu bringen. Im letzten Takt schließt die Komposition mit einem kräftigen Ausatmen ab, als ob das Ziel der musikalischen Interpretations-Reise erreicht wäre.

Foto: Konstantia Gourzi

Partitur

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