Call of the Bees II

op. 77b, 2020

I. attention
II. a prayer for protection
III. transition
IV. unification

Duo für Viola und Klavier.
Dauer: ca. 14 min.

CD-Aufnahme für Sony classical, Juli 2020 im Studio vom Bayerischer Rundfunk, München

Viola: Nils Mönkemeyer, Klavier: William Youn

Werknotiz

Diese Komposition ist von den Bienen und ihrer Bedeutung für den Kreislauf des Lebens inspiriert. Es ist daher auch eine Assoziation zwischen Bienen und Menschen: was sie uns mit Musik über den heutigen Zustand der Natur sagen würden. Mit dieser musikalischen Reflexion gehört Call of the Bees zu der Kompositionsreihe, die der Natur gewidmet ist. Die Reihe ist zugleich Reflexion und Appell für einen achtsamen Umgang mit der Natur, die uns den Weg des gemeinsamen Lebens seit ewigen Zeiten zeigt.

Call of the Bees besteht aus vier Sätzen – wie vier Messages, die nacheinander gespielt werden. Viola und Klavier führen einen Dialog oder eine Auseinandersetzung über das Thema Natur. Alle Klangfiguren, Rhythmen, Tempi und Klangfarben folgen der Intensität dieser Gedanken.

Die Klänge im ersten Satz rufen nach unserer Aufmerksamkeit, auf die Bienen zu achten und darüber nachzudenken, wie wichtig sie für uns sind. Der zweite Satz ist ein Gebet: die Bienen beten, dass wir sie schützen. Am Ende dieses Satzes findet klanglich eine Transformation statt: wir hören sie, wir nehmen sie ernst und wahr und sind bereit, die Situation zu verändern. Der dritte Satz stellt dies klanglich dar und bereitet damit den Übergang zum vierten Satz. Dieser vereint die Instrumente in einer gemeinsamen Klangwelt: elegisch und frei, mit der Wahrnehmung einer bewussten Beziehung zwischen Natur und Menschen.

Die Komposition für Viola und Klavier ist eine Bearbeitung der ersten Fassung für Cello und Klavier.

Foto: Norbert Banik

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