Levitation

op. 112, 2026

I. Der Eingang
II. Das Tor I
III. Das Tor II
IV. Das Tor III
V. Die Erhebung

Besetzung: 2.2.2.2. – 4.3.3.1., Pauken, 2 Schlagzeuger, Streicher

Dauer: ca. 6.30 min

Kompositionsauftrag des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz im Rahmen des „Mainzer Komponist*innenporträts 2026“
Uraufführung: 08.05.2026, Großes Haus, Mainz, Germany
Weitere Aufführung: 09.05.2026

Orchester: Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Dirigent: Gabriel Venzago

Verlag: Universal Edition

 

Werknotiz


Die Komposition Levitation für Orchester wurde vom Philharmonischen Staatsorchester Mainz im Rahmen des Mainzer Komponist*innen-Portraits 2026 in Auftrag gegeben und ist Gabriel Venzago gewidmet, mit dem mich eine enge musikalische Freundschaft verbindet.

Levitation besteht aus fünf kurzen Stücken, die in fließenden Übergängen ein zusammenhängendes Ganzes aus kontrastierenden Farben und Stimmungen formen. Im ersten Stück, Entrance, entsteht der Klang aus dem Wechselspiel zwischen sehnsüchtiger Stille und eruptivem Schrei. Mit Gate I beginnt eine behutsame Entwicklung, die einen Klangraum eröffnet, getragen von einer bestimmten Sehnsucht.

In Gate II verdichtet sich der Klangraum, getragen von wechselnden Takten und tänzerischen Rhythmen, und entfaltet eine kraftvolle Fülle, die schließlich durch einen prägnanten, fast aphoristischen Akkord der Blechbläser gebrochen wird.
In Gate III entfaltet sich die Sehnsucht in gesanglicher und tänzerischer Gestalt auf neue Weise und gewinnt an konzentrierter Dichte. Sequenzen ritueller Energie eröffnen einen
Klangraum von großer Intensität und schwebender Spannung. Impulse des Schlagzeugs leiten tänzerische Bewegungen ein, in denen sich die Klänge wechselweise zu dichten Akkorden formen. Bläser, Streicher und Schlagzeug verschmelzen zu einem offenen, schwebenden Klangraum, der dem Titel Levitation zunehmend Gestalt verleiht.

Im letzten Stück, Elevation, steigert sich die Intensität ein weiteres Mal, bevor die abschließenden Takte in einem offenen, schwerelos wirkenden Klang entfalten und verklingen — und einen nachhaltigen Eindruck von Schweben und Resonanz hinterlassen.

Partitur