P-ILION, neun fragmente einer ewigkeit

op. 33/1, 2007

I. einatmen, 19:19
II. ausatmen, 20:12
III. tettix, 22:15
IV. jasmin, 22:22
V. geheimnis, 22:55
VI. ode, 23:17
VII. windig, 23:47
VIII. tanz, 00:00
IX. nachtblume, 01:11

Version für Streichorchester
Dauer: 12 min.

Uraufführung: 15. Januar 2008, Patras/Griechenland. Orchestra of Patras, Dirigentin: Konstantia Gourzi

Werknotiz

Die ursprüngliche Version von P-ILION war eine Auftragskomposition der Kasseler Musiktage für Streichquartett. Die Fassung für Streichorchester entstand auf Anfrage des Orchesters von Patras.

Oft dauert ein starkes Erlebnis nicht lange und trotzdem denken wir, dass es eine Ewigkeit anhält. Wie die Zeiten des Ein- und Ausatmens: Sie sind kurz, aber man hat das Gefühl, dass sie lange dauern. Diese Momente sind es, die uns lebendig halten.

PILION ist eine Region in Griechenland, deren Natur noch sehr ursprünglich ist. Ich war dort, als ich anfing, das Stück zu komponieren. Das griechische große „P“ ist das Π (Pi), was im Alt-Griechischen u.a. als ein Zeichen für Tor oder Tür interpretiert wurde. ILION kommt von griechisch ILIOS = Sonne = Licht. Ich habe also mit dem Titel eine Art „Tor zum Licht“ gemeint – gleichzeitig meine Sicht auf PILION, wie ich es erlebte.

Die Miniaturen beschreiben Momente, die zum Licht führen. Sie sollen eine solche Ausdrucks-Intensität erzeugen, dass der Nachklang in der Gefühlswelt länger wirkt als das Spielen der Musik selbst. Die Zahlen in den Titeln sind Uhrzeiten. Die Zeit bleibt in einem Moment stehen, weil die Intensität des Geschehens die Wahrnehmung der Zeit verändert.

Partitur

Zur Bestellung
2018-08-23T16:58:16+00:00