Call of the Bees

op. 77, 2019

I. attention
II. a prayer for protection
III. transition
IV. unification

Duo für Cello und Klavier.
Dauer: ca. 14 min.

Kompositionsauftrag von BBC Radio 3, Cheltenham Music Festival und Royal Philharmonic Society
Uraufführung: 7. Juli 2019, Cheltenham Music Festival, England. Cello: Anastasia Kobekina, Piano: Lilit Grigoryan
Radio Aufnahme

Verlag: Musikproduktion Höflich München, Repertoire & Opera Explorer, Gourzi Edition

Werknotiz

Diese Komposition ist von den Bienen und ihrer Bedeutung für den Kreislauf des Lebens inspiriert. Es ist daher auch eine Assoziation zwischen Bienen und Menschen: was sie uns mit Musik über den heutigen Zustand der Natur sagen würden. Mit dieser musikalischen Reflexion bildet Call of the Bees den Auftakt einer Kompositionsreihe, die der Natur gewidmet ist. Die Reihe ist zugleich Reflexion und Appell für einen achtsamen Umgang mit der Natur, die uns den Weg des gemeinsamen Lebens seit ewigen Zeiten zeigt.

Call of the Bees besteht aus vier Sätzen – wie vier Messages, die nacheinander gespielt werden. Cello und Klavier führen einen Dialog oder eine Auseinandersetzung über das Thema Natur. Alle Klang-Figuren, Rhythmen, Tempi und Klangfarben folgen der Intensität dieser Gedanken.

Die Klänge im ersten Satz rufen nach unserer Aufmerksamkeit, auf die Bienen zu achten und darüber nachzudenken, wie wichtig sie für uns sind. Der zweite Satz ist ein Gebet: die Bienen beten, dass wir sie schützen. Am Ende dieses Satzes findet klanglich eine Transformation statt: wir hören sie, wir nehmen sie ernst und wahr und sind bereit, die Situation zu verändern. Der dritte Satz stellt dies klanglich dar und bereitet damit den Übergang zum vierten Satz. Dieser vereint die Instrumente in einer gemeinsamen Klangwelt: elegisch und frei, mit der Wahrnehmung einer bewussten Beziehung zwischen Natur und Menschen.

Anastasia Kobekina und Lilit Grigoryan; Foto: Norbert Banik

Partitur