Konstantia Gourzi – Komponistin & Dirigentin

„Ich sehe das Komponieren und das Dirigieren als ein Ganzes, als eine untrennbare Beziehung“, sagt Konstantia Gourzi, die die seltene Rolle als Komponistin und Dirigentin auf außergewöhnliche Weise vereint.

Sie ist geprägt von der Identität verschiedener Kulturen und musikalischer Traditionen. Konstantia Gourzi setzt sich dabei mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander und lässt sie in ihr musikalisches Werk einfließen. Die Verbindung zwischen Künsten und Kulturen zu schaffen, inspiriert sie immer wieder zu neuen Aufführungskonzepten.

Konstantia Gourzis kompositorische Arbeit umfasst Werke für Orchester, Kammerensemble und Solostücke sowie Werke für Musiktheater und Filmmusik.

In Konstantia Gourzis Musik gibt es ein inneres Leuchten und eine große dramatische Kraft, die aus der Stille und Zentrierung kommt. Für ihre Kompositionen wählt sie zeitlose Themen und außermusikalische Inhalte, die in ihren Proportionen aus Form und Zeit genau berechnet sind. Ihre Musik ist mit dem Wunsch verbunden, einen Klangraum zu erschaffen, in dem der Zuhörer den Freiraum bekommt, sich selbst wahrnehmen zu können.

Zu ihren Auftraggebern gehören, neben namhaften SolistInnen und Ensembles, unter anderem das Lucerne Festival, das Grafenegg Festival, die Festspiele Europäische Wochen Passau, die Staatsoper Berlin, die Bayerische Staatsoper, das hr-Sinfonieorchester, der Bayerische Rundfunk, das Ensemble Musica Nova Israel, das Ensemble Neue Musik Moskau, das Staatsorchester Athen, die Kasseler Musiktage, die Nürnberger Philharmoniker, die Bamberger Symphoniker, das Erzbistum München-Freising, das Patrimonio Nacional Spanien, der Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb und der ARD Musikwettbewerb.

Radio-Aufnahmen, Fernsehsendungen und Live-Streams dokumentieren ihren künstlerischen Weg wie auch die Zusammenarbeit mit Labels wie NEOS, NAXOS, SONY Classical und ECM.

Immer auf der Suche nach neuen Aufführungskonzepten für Zeitgenössische Musik, initiierte und leitete sie verschiedene Ensembles, zunächst in Berlin das ensemble attacca berlin und das ensemble echo. Nach ihrer Lehrtätigkeit an der Hochschule Hanns Eisler Berlin wurde sie 2002 als Professorin für Ensembleleitung Neue Musik an die Hochschule für Musik und Theater München berufen. Dort gründete sie das ensemble oktopus für musik der moderne. Es folgte das Netzwerk und Ensemble opus21musikplus mit dem Ziel, Neue Musik mit anderen Kunstformen und Musikrichtungen grenzüberschreitend zu erweitern.

Die Förderung junger Musiker ist ihr ein wichtiges Anliegen, das sie in Masterclasses, Wettbewerben und in der Projektarbeit umsetzt und begleitet.

2020 ist Konstantia Gourzi Composer in Residence beim renommierten Grafenegg Festival. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Festival wird zum 15-jährigen Jubiläum 2021 fortgesetzt.

Die aktuelle Saison 2020/21 beginnt für Konstantia Gourzi als Komponistin und Dirigentin bei der Biennale in Venedig und ist gefolgt vom Workshop „Ink Still Wet“ mit dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich im Rahmen des Grafenegg Festivals.
Weitere Uraufführungen erfolgen u.a. in Berlin mit den #goldbergreflections Projekt und Niklas Liepe (CD bei SONY), mit den Bamberger Symphonikern und dem Staatlichen Orchester in Athen. Im Winter erscheint Konstantia Gourzis zweite CD bei ECM mit dem Titel Anájikon mit Nils Mönkemeyer, William Youn, Minguet Quartet und dem Lucerne Festival Academy Orchestra unter ihrer Leitung.

Konstantia Gourzi wurde 1962 in Athen geboren und studierte Klavier, Komposition und Dirigieren in ihrer Heimatstadt und von 1988 bis 1992 an der HdK (UdK) Berlin. Sie lebt in München und auf Ägina, Griechenland.

Oktober 2020